Lebensraum Boden

Der Boden ist ein unersetzlicher Rohstoff, der nicht beliebig erzeugt und verbraucht werden kann.

Das Leben auf der Erde ist an den nur spatenstichtiefen Mutterboden gebunden. In einer Handvoll humusreicher Erde befinden sich mehr Lebewesen als Menschen auf der Erde.

Auf einem Hektar Boden erzeugen und erhalten durchschnittlich 5 Tonnen Bodenorganismen fruchtbaren krümeligen Humus. Ohne diese Zersetzer wäre das Leben auf der Erde längst an Nährstoffmangel eingegangen oder unter nicht verwesenden Abfällen erstickt. In einem perfekten Recyclingprozeß sorgen sie dafür, dass sich das Leben in einem ständigen Kreislauf erneuert.

Im Ökosystem Wald kann man den Vorgang der Bodenbildung besonders gut beobachten. Im Waldboden sind Zersetzungsstufen, die die Blätter durchlaufen, am besten sichtbar. Eine 100jährige Buche wirft im Herbst eine halbe Million Blätter ab. Ein Fußballfeld würde jährlich mit einer Laubstreu von 5 - 10 cm bedeckt. Trotzdem ersticken die Bäume nicht an ihrem eigenen Abfall.

Wie wird die Natur damit fertig, wer räumt den Wald auf? Um das herauszufinden sammeln wir unterschiedlich zersetzte Blätter als Beweismaterial. Fraßspuren weisen auf bestimmte Bodentiere hin. Regenwürmer, Asseln, Tausendfüßer, Springschwänze und vielleicht sogar Bücherskorpione findet man in fast jedem Waldboden.


Weitere Informationen finden Sie im "Praxiskauz 2 - Lebensraum Boden" zum Download als pdf-datei.

 

 

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