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BNE-Projekte des Schulbiologiezentrums

Der Juni war ein Monat voller spannender Projekte und Entdeckungen für Schulklassen und Kindergartengruppen im Landkreis Marburg-Biedenkopf.

Im Fokus stand dabei die „Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)“, die nun durch eine Rezertifizierung des Schulbiologiezentrums Marburg-Biedenkopf (SCHUBIZ) durch das Land Hessen eine neue Ausrichtung erhält. 

Besonders im Mittelpunkt: die Kinder und ihre Ideen. Wie können sie noch stärker in Projekte eingebunden werden? Diese Frage stand im Zentrum der Überlegungen und führte zu einer intensiven Auseinandersetzung mit partizipativen Ansätzen.

Ein Highlight des Monats war das Projekt „Natur auf der Spur – Sommer auf der Wiese“. Mit Forschergeist machten sich neben den Grundschulen Elnhausen und Wolzhausen auch die Hünsteinschule Holzhausen und die Berglandschule Bad Endbach sowie die Kita Wirbelwind aus Biedenkopf auf die Suche nach den Geheimnissen der Natur. Ausgestattet mit Forscherausrüstung – bestehend aus Lupen, Becherlupen, Ferngläsern, Skizzenblöcken und Bestimmungshilfen – gingen die Kinder auf Entdeckungstour. 

Ihre Aufgabe: Was ist eigentlich Forschen? Die Antworten fanden sie direkt in der Natur. Mit Begeisterung dokumentierten sie ihre Beobachtungen und lernten spielerisch, wie Wissenschaft funktioniert. Während der Exkursionen entstand die Frage, wie man den Wiesenbewohnern helfen kann. Daraus folgte das Ansäen von Blühstreifen und der gemeinsame Nisthilfenbau für Insekten. Für ein eigenes Pflanzprojekt zu Hause durften die Kinder Saatgut von Valentina und Kapuzinerkresse, aus dem Schulgarten des Schulbiologiezentrums bereitgestellt, mitnehmen.

Unterwegs zu sein in der freien Natur schafft spannende Erlebnisse. So gesellte sich als unerwarteter Gast ein Hund zu der Schülergruppe und bereicherte die Aktion in Holzhausen. Der Besitzer konnte schnell ausfindig gemacht werden, ein frohes Ende für alle Beteiligten.

Ein weiteres Projekt, auf das z. B. Lehrkräfte der Emil-von-Behring-Schule in Marburg aufmerksam wurden, war die „Gewässeruntersuchung an der Lahn“. Vier Klassen untersuchten und reinigten mit Müllgreifern – bereitgestellt von der Abfallwirtschaft des Dienstleistungsbetriebs der Stadt Marburg (DBM) - einen Abschnitt der Lahn nahe Krekel. 

Im Fokus standen hier die Themen „Müllvermeidung und Gewässerschutz“. Die Schülerinnen und Schüler analysierten den Zustand des Flusses durch chemische, biologische und physikalische Untersuchungen. Ein besonderes Fundstück sorgte für Aufsehen: Das Magazin einer Waffe aus dem Ersten Weltkrieg. Dank der Unterstützung der herbeigerufenen Polizei konnte das Objekt identifiziert und sichergestellt werden.

Die Projekte zeigen, wie vielseitig und praxisnah Bildung für nachhaltige Entwicklung sein kann. Durch die Einbindung der Kinder und die Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren entstehen nicht nur wertvolle Lernerfahrungen, sondern auch ein Bewusstsein für die Bedeutung von Umweltschutz und Forschung.

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